… entwicklt unternehmerische Projekte mit gesellschaftlichem Mehrwert. Als Unternehmer & Berater mit Strategie-Sparring & Business Coaching.

The Entrepreneurship Energy

Gerne folge ich der Einladung zur Blogparade von Mehrblick, meine Gedanken und Ideen zur Belebung der Unternehmer-Kultur in Österreich zu posten. Aber dazu später mehr. Vorerst schauen wir mal, um wen es da eigentlich geht und was einen echten Unternehmer (und -in natürlich :  ) ausmacht. Über den Unterschied von Selbständigem und Unternehmer bzw. die unterschiedlichen Unternehmertypen gibt es ja schon viel geistreiches. Ich empfehle aus vollstem Herzen die Bücher von Unternehmercoach Stefan Merath. Ich möchte den Blick auf den Ursprung allen unternehmerischen Handelns richten: The Entrepreneurship Energy.

Den schon eines der alten Huna Prinzipien erinnert uns: All power comes from within. Und das ist nebenbei auch die einzige Erklärung, warum gerade in diese Gruppe von wirklich inspirierenden Unternehmern äußere Faktoren wie soziale Herkunft, höchster Bildungsabschluss, etc. weniger Einfluss zu haben scheinen. Die Fähigkeiten des Unternehmers lehrt das Leben.

Die großen Unternehmer kennen wir meist als Muse: atemberaubend große Visionen, begeisternde Inspiration, voller Ideen, etwas besser zu machen. Der Keim, der Funke und der Ursprung unternehmerischen Handelns.

Vielbeschworen ist auch die Macher-Energie des Unternehmers: proaktiv anpacken, entschlossen umsetzen und dem Risiko furchtlos in die Augen sehen. Das Unterscheidet den Unternehmer vom Träumer. Der Drang, wirklich etwas bewirken zu wollen und nicht locker lassen, die Visionen in der Welt zu manifestieren.

Doch: Ein exzellenter Unternehmer ist auch Mentor: Verantwortung übernehmen, Mitarbeiter führen, sich um den Zustand der Welt Gedanken machen, das eigene handeln und Wirken reflektieren. Erst so entsteht die notwendige Quelle der persönlichen Weiterentwicklung des Unternehmers. Und die Quelle der eigenen Inspiration, der eigenen Musen-Energie. Erst so schließt sich der Kreis und die Entrepreneurship Energy beginnt zu fließen.

Was heißt das nun für die Unternehmer-kultur?

Es braucht eine Belebung aller Energien: Muse, Macher und Mentor. Das heißt, Räume, wo (junge) Menschen diese Energien entwickeln können. Dass dies im aktuellen Schulsystem wenig gefördert wird, liegt auf der Hand. Das es möglich ist, zeigen zahlreiche Beispiele:

Die Muse wecken

Erfolgreiche Unternehmer auf die Bühne! Mehrblick macht es mit Ideenlonge und Ideenalm vor. Der schon zitierte Stefan Merath und auch Günther Faltin mit Veranstaltungen in Deutschland. Von den USA will ich gar nicht erst anfangen. Die Jungen zu inspirieren scheint mir in Zeiten von Youtube, Facebook, etc. und innovativen Veranstaltungsformaten recht einfach.

Den Macher provozieren

Das scheint mir schon deutlich komplexer. Träumer gibt es viele, Ideen wie Sand am Meer. Erst die Umsetzung entscheidet. Die Macher-Energie scheint in der Generation der Pleasure Seeker etwas verschüttet zu sein. Eine Folge der Zuvielgesellschaft? Oder der immer präsenten Werbung, die uns das bequeme Leben schmackhaft machen möchte? Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich halte persönliches Glück für unbedingt anstrebenswert. Aber: Die Tür zum Glück geht nach außen auf, wie Kierkegaard schon sagte. Jeder, der die Strapazen der körperlichen Arbeit (sei es beim Bergsteigen, Holzarbeiten oder Hausbauen) und die anschließende Genugtuung kennt, weiß wovon ich rede. Und jeder Unternehmer kennt das – zumindest aus der Startup Phase.  Für mich ein tolles Beispiel, wo das gelingt (jetzt muß der Blick aber in die USA): Techstars.

Den Mentor entwickeln

Da ist zweierlei gefragt: Selbsterfahrung (auch außerhalb des Beruflichen) und Wegbegleiter mit viel Erfahrung und Lust diese weiterzugeben. Das kann wohl am besten in Braintrusts gelingen. Bei uns hat das kaum Tradition, viele Beispiele lassen sich abermals im Gründerland der USA finden.

Fazit: Daraus entsteht ein hoher Anspruch, ich weiß. Aber reden ja über die Gestalter/innen der Gesellschaft  ;  )  Und Lichtblicke gibt es – auch in Österreich – genug!

Einen dieser Lichtblicke werde ich demnächst hier vorstellen. Soviel sei verraten: Er lebt und wirkt in Graz und durchbricht so ziemlich jedes Bildungsklischee…

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Mein Dank gilt Ken Wilber und Roman Braun, auf deren Grundlagen diese Betrachtung beruht.

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